Warnung: 

Wer sich nicht für das klassische Handwerk und die Feinmechanik interessiert und bei seiner Modellbahn diese Tätigkeiten für sich ausschließt, für den wäre das Lesen dieser Seiten vertane Zeit. Das gilt auch für die, die sich für Experten im Modelleisenbahnbau halten.

Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Homepage liegt auf dem Sektor Werkstatt und Fahrzeugtechnik. Die bisher veröffentlichten Bau- und Erfahrungsberichte sind ergänzendes Beiwerk und sollen im Idealfall Besuchern dieser Seite als Anregung zum Basteln dienen. Dann hätte diese HP ihren Sinn erfüllt.

 

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Aktuelles:

Die HP befindet sich  noch immer im Aufbau. 

                      Update  28.05.16:    Baubericht der 99 5912   (Die                                                                         Steuerung ist fertig konstruiert)

                                                         und  der erste Güterwaggon der                                                                    GMWE ist bauseitig fertig.


FUNDSACHE

Dieser Tage im Netz gefunden, wo sich ein "Modellbahner" bitterlich über kaum noch vorhandene Reparaturwerkstätten

für Modellfahrzeuge und deren Arbeitsweise beschwert:

Wer nicht mal Haftreifen wechseln oder eine Durchsicht am Triebfahrzeug durchführen kann, der hat eindeutig das falsche Hobby gewählt.  Wie wärs mit Briefmarken sammeln?


Ein Stück meiner Modellbahnphilosophie oder was ich eingangs dieser HP noch sagen wollte ........

 

Obwohl es in Deutschland fast genauso viel 1000mm - wie 750mm - Schmalspurbahnen gab, war die industrielle Herstellung von Meterspurfahrzeugen in 1:87 immer unterrepräsentiert. Wer also in dieser Spurweite Modelleisen-bahnen bauen wollte, war  und ist heute noch sehr viel auf Eigenbau angewiesen, um z.B. eine bestimmte Schmalspur-bahn mit ihrer vielfältigen Fahrzeuggeschichte nachzugestalten. Das richtige Betätigungsfeld für einen wie mich, der als gelernter Dampflokomotivschlosser mit der Nachbildung dieser Fahrzeuge dem Vergessen etwas Einhalt gebieten will.  So stammen die Orginale der Triebfahrzeuge und Waggons, deren Entstehung als Modell hier aufgezeigt wird, ausschließlich von deutschen meterspurigen Schmalspurbahnen. Während ich anfänglich Vorbildfahrzeuge verschiedenster Schmalspurbahnen nachbaute, bin ich in den letzten Jahren irgendwie bei der Gera - Meuselwitz - Wuitz - Mumsdorfer Eisenbahn"  hängengeblieben. Gab es doch bei dieser Bahn Fahrzeuge, die es so woanders nicht gab. Ergo: Ich habe mir meine Nische lange ausgesucht und bin damit ganz zufrieden.

 

Die Modelle entstanden bzw. entstehen alle im Messing-Eigenbau als betriebstaugliche Fahrzeuge. Darauf lege ich schon bei der Konstruktion der Fahrgestelle größten Wert. Fahrzeuge bauen mit perfekt ausgestalteten Fahrgasträumen, aber  völlig ungeeignetem Antrieb, überlasse ich anderen. Ich bemühe mich um mechanisch und technologisch saubere Lösungen für den Antrieb der Fahrzeuge abseits der industrieell angefertigten Modelle. Es liegt mir deshalb fern, eierlegenden Wollmilchsäuen, wie sie derzeit von Modellbahnherstellern mit den verschiedensten Sonderfunktionen angeboten werden, nachzueifern. Neben der angestrebten Fahrkultur sollte das Modellfahrzeug auch jahrelangen Anlageneinsatz problemlos überleben.  Fahrzeug- und Anbauteile, die ich auf Grund ihrer Struktur und Größe nicht selbst herstellen kann, werden im einschlägigen Online-Handel bezogen oder bei Dienstleistern in Auftrag gegeben.

Das heißt für den Leser andererseits, daß hier auf diesen Seiten nichts über Erfahrungen beim Ätzen, Lasern, 3D-Druck oder CNC-Fräsen geschrieben steht, weil ich diese Technologien im Modellbau nicht anwende. Nicht etwa, weil ich die Ergebnisse dieser Herstellungsweisen nicht zu schätzen wüßte. Meine Auffassung von Fahrzeugbau  konzentriert sich aber auf das manuelle, rein handwerkliche Geschick des Modellbauers und erst, wenn ich damit an meine Grenzen komme, verwende ich Produkte aus diesen Herstellungstechnologien. Stelle ich doch seit vielen Jahren fest,

daß bei immer mehr potenziellen Modelleisenbahnern die Bereitschaft und vor allem die Fähigkeit, Modelle selbst zu konstruieren und mit handwerklichen Mitteln herzustellen, verloren geht. Die Gründe dafür will ich hier nicht eruieren. Die Nutznießer dieses Trends sind die Dienstleister in den verschiedensten Gewerken und die stets kränkelnde Modellbahnindustrie.

Soweit zu meiner Modellbahnphilosophie.

 

Natürlich beansprucht die Eigenkonstruktion von Modellen - egal ob Dampflok oder Fabrikgebäude - eine viel umfangreichere Vorbereitung und Beschäftigung mit dem Vorbild, als es der Kauf, der Umbau oder die Komplettierung von fertigen Fahrzeugen/Bausätzen erforderlich macht. Das ist besonders für den Fall denkbar ungeeignet, wenn binnen kurzer Frist Züge über eine Anlage fahren sollen. Man muß sich also als Freund der Eisenbahn nach erfolgter Wahl der Baugröße/des Maßstabs für seine Anlage/Module entscheiden, ob überwiegend Industriematerial eingesetzt wird oder je nach bastlerischem Geschick Gleise, Weichen, Fahrzeuge, Gebäude, Bäume u.a. zum Großteil im Eigenbau entstehen sollen.

Immer an der Wand entlang........ 

Schon vor Jahren habe ich mich für die meterspurigen Schmalspurbahnen in 1:87 entschieden. die ich exemplarisch und vorwiegend im Eigenbau  auf einer Regalanlage nachbilden wollte. Hintergrund für diese Entscheidung war die Spur TT, die mein Leben begleitet hat, und deren Fahrzeugteile ich für meine Erstlingswerke in H0m verwenden konnte. Da hat der monitäre Aspekt am Anfang meiner Modellbaukarriere ganz sicher auch eine Rolle gespielt, denn Fahrzeugeigenbau spart nicht etwa Geld, im Gegenteil!

 

Meine Testanlage

Um mich dem Fahrzeugbau widmen zu können, brauchte es zunächst eine Art "Auslauf", den ich in Form einer Regalanlage baute, die bis heute das Übungsgelände für alles ist, was ich bisher auf die Gleise gestellt habe. 14 m Gleislänge für eine Fahrt von Peterswalde nach Peterswalde reichen völlig aus, um das Fahrverhalten von Fahrzeugen im Gleis und auf Weichenstraßen zu testen.

Die Anlage wird analog gesteuert, die Weichen und die Drehscheibe sind mit selbstkonstruierten elektromotorischen Antrieben versehen.

Der Eckteil der Anlage mit darunter liegenden Arbeitsplatz und mißbrauchten Küchenhochschränken für das Material.

Die Anlage ist bei Betriebsruhe mit Acryl "verglast", so daß ich mit dem Staub, der ja des öfteren auf dem darunterliegenden Arbeitstisch entsteht, keinen Ärger bekomme.

Da ich den Fokus auf den Fahrzeugbau lege, reichte es beim Häusle- und Grünzeuggedöhns, also der Modelllandschaft, immer nur für eine stiefmütterliche Behandlung.

Für den Betrieb auf der Anlage habe ich allerdings auch Eigenkonstruktionen entwickelt und gebaut.

Einige Beispiele dafür sind in der folgenden Bilderreihe zu sehen.


Ebenfalls selbst ent- wickelt: Wei- chenantrie- be  mit funk-

tionieren- dem Wei- chenstell-hebel.


Eine Anleitung zum Bau solcher Antriebe findet der Leser auf den Werkstattseiten.

 

Der Bahnhof Peterswalde meiner Regalanlage, so wie er sich heute zeigt:

Oben ist ganz rechts der Lokschuppen zu sehen. Er hat automatisch schließende Tore bekommen.

Der Antrieb sitzt im Schuppen unter dem Dach. Ein Getriebemotor bewegt auf einer Gewindestange zwei Schubstangen, die die Tore öffnen und schließen. Die Tore sind in den Orginaltorangeln des Bausatzes eingehängt.

Der Fokus im linken Video ist auf die Tore gerichtet, deshalb ist der Vordergrund nur sehr undeutlich.


Soweit zunächst zu einigen Ergebnissen und den äußeren Bedingungen, unter denen sie entstanden sind.


Und da noch lange nicht alle vorgesehenen Seiten dieser HP fertig  bzw. in einem Zustand sind, wo ich sie Lesern anbieten kann, empfehle ich vorerst folgende Themen: