Analoge Zeitschaltuhr

Für die Beleuchtung der Gebäude und Anlagen habe ich mir aus einigen Mini-Schnappschaltern, einem Getriebemotor und ein paar Teilen aus einem Drucker eine programmierbare Zeitschaltuhr gebaut. Damit bin ich in der Lage, die Beleuchtung von einzelnen Zimmern, ganzen Gebäuden oder z.B. Laternen abwechselnd oder gleichzeitig zu schalten bzw. einen bestimmten Schaltzustand beizubehalten. Der Anschluß erfolgt über einen Sub-D Stecker, in den die Anschlußdrähte der betreffenden Leuchtquellen mit Hilfe von einzelnen Drahtstifte gesteckt werden.

Die Maße der Uhr betragen: 120 x 120 x 35mm. Sie ist unter der Anlage angebracht und läuft völlig geräuschlos.

 

Mit Hilfe der 9 Schnappschalter können 18 Schaltzustände erreicht werden. Geschaltet werden sie von einer sich sehr langsam drehenden Exzenterscheibe, deren Geschwindigkeit außerdem noch regelbar ist. So erfolgt in der langsamsten Einstellung eine volle Drehung der Exzenterscheibe in knapp 12 Minuten.

Damit sind in einem Haus realistische Lichtwechsel zwischen einzelnen Wohnungen oder Zimmern möglich.

Progammierbar sind bei dieser Uhr:

- die Reihenfolge der einzelnen An- und Abschaltungen z.B. innerhalb eines Gebäudes

- die Geschwindigkeit des Lichtwechsels

- die Länge der Brenndauer einzelner Lichtquellen

und ein bestimmter Schaltzustand kann jederzeit festgehalten werden.

 

In der obigen Bilderfolge ist die erste Etage des Bahnhofsgebäudes  mit einzelnen Diensträumen ausgestattet worden, die im Wechsel mit dem Erdgeschoß an- und ausgeschaltet werden. Ein Kondensator verhindert  allzu plötzliche, schlagartige Lichtwechsel.

Gegenwärtig schaltet die Uhr das Bahnhofsgebäude, den Wasserturm, den Gepäckbahnsteig und die Lokwerkstatt. 

Durch die flexible Anschlußmöglichkeit mit Pins am Sub-D-Stecker können jederzeit weitere Lichtquellen zugeschaltet werden.

 

Wem das alles zu analog und mechanisch ist, eine rechnergesteuerte Reglereinheit aber zu aufwendig, der kann es ja mit so einem Universal-Beleuchtungs-Set versuchen, wie es zB. von FRANZIS oder anderen Anbietern (Pollin u.a.) vertrieben wird. Da sind neben einer Steuerplatine mit Mikrocontroller alle notwendigen Bauelemente für ca. 20 Brennstellen im Bausatz enthalten.

Das gilt aber nur für jene Bastler, die sich nicht an einem selbst konstruierten, sich drehenden und leise klickenden mechanischen Wunderwerk stundenlang erfreuen können. Schließlich kann der elektronische Kollege auch nicht mehr an Schaltleistungen liefern.