99 5912     Seite 4

9.12.16

 

Heute wurden aus den beiden Rohlingen richtige Kuppelstangen. Von den exakten Bohrungen für die Kuppelbolzen hängt der einwandfreie Lauf des Modells ab. Stangenquerschnitt: 0,5 x 1,2 mm.

Es geht natürlich noch etwas schlanker, aber die Kuppelstangen müssen für den Antrieb der Achsen eine bestimmte Stabilität behalten.

Die montierten Kuppelstangen gewährleisten einen wirklich einwandfreien Lauf. Für die höhenbeweglichen Kuppelachsen werde ich die Lagerbohrungen noch zu senkrechten Langlöchern ausweiten.

Das Modell läuft erstaunlich leise. Hier macht sich der Einachsantrieb bezahlt, der mir 6 weitere Zahnräder und eine Menge Lärm erspart. Momentaner Auslauf aus 12 VDC - 45 cm.

21.12.16

Nachdem ich auch noch Schwingenstange und Gegenkurbel angefertigt hatte, konnte ich die gesamte Steuerung komplett montieren. Die Schwingen selbst wurden aus einem anderen Projekt entnommen und etwas umgearbeitet.

Nun kam es auf einen Lauftest an, ob die Steuerung nach meinen Berechnungen funktionierte oder nicht.

Was noch fehlte war die Stromabnahme über die Radscheiben. Deshalb mußte ich dem Motor zum Lauftest noch "Fremdstrom" über Kabel zuführen.

Das Ergebnis ist in den zwei kleinen Videos zu betrachten:

 


22.12.16

 

Als kleines Vorweihnachten lagen heute die 5 Weinert-Vorlaufradsätze im Briefkasten. Sie werden die NEM-Walzen ersetzen, die gegenwärtig im Fahrgestell verbaut sind.

Diese Vorlaufradsätze haben den genauen maßstäblichen Durchmesser und sehen auch durch die feinen Speichen filigraner aus als die jetzt verwendeten Radsätze.

Allerdings bereitet der Umbau dieser Radsätze einige Probleme:

- der Achsdurchmesser muß durch den Einsatz von isolierenden Achsbuchsen von 2 mm auf 1,5 mm verkleinert         werden,

- die Radscheibenbreite muß von 2,5 mm auf 2,2 mm verringert werden,

- zwischen zwei Speichen müssen bei jeder Radscheibe Messingkeile eingelötet werden, in die die Bohrungen für       die Kuppelbolzen eingebracht werden,

und zuletzt müssen die Ausgleichsgewichte mit Hilfe von halbmondförmigen Blechen dargestellt werden.

Also umfangreiche Arbeiten, die vor allen Dingen höchste Genauigkeit verlangen. 

Abschließend eine Gegenüberstellung beider Radsatztypen, um die optischen Unterschiede deutlich zu machen:

22.4.17

 

Irrtum, sprach der Igel und stieg erschöpft von der Drahtbürste.

Ich hatte aus mir heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen statt der benötigten H0- RP25/88 H0fine die H0- RP25/88  Weinert-Vorlaufachsen bestellt.

Nach Vorgespräch mit der SHOP-Chefin bot sie mir an, den Artikel problemlos zu tauschen, falls Weinert liefern kann.

Der Unterschied:

Bei H0-RP25/88 sind die Radscheiben 2,5 mm breit, während das Maß bei H0-RP25/88 H0fine nur 2,2 mm beträgt.

Da ein Abdrehen bei der Filigranität der Achsen nicht möglich ist, mußte ich umbestellen.

Nun sind sie da. (4 Monate Wartezeit)

Im linken Bild ist nochmal die Umbau-Aufgabe angedeutet.

Zu 1: Die Isolierbuchsen müssen gegen 2/1,5 mm beidseitig getauscht werden.

Zu 2: Die 2 mm-Achsen werden zu 1,5 mm Achsen.

Zu 3: In die neuen Radscheiben werden Ausgleichsgewichte (Blechscheiben) eingebaut.

Zu 4: Das wohl Schwierigste ist der Einbau von Kuppellagerzapfen/Bohrungen. Hier geht es nicht ohne Fräsen und Löten ab. Wichtig ist dabei, daß das Stichmaß (Achsabstand) eingehalten wird, damit die schon fertigen Kuppelstangen auf die Kurbelzapfen passen. 

Was nun folgt ist die Demontage der Radsätze und ihre Entlackung.

Es ist schon ein bisschen irre: Da bestellt man sich Achsen vom Feinsten, um sie anschließend völlig kaputt zu machen!

24.4.17

 

Ich habs getan!

10 Radscheiben, 5 Achsen und 5 Isolierbuchsen.

Die Achsen saßen sehr fest, auch in den Isolierbuchsen.

Dabei habe ich festgestellt, daß der Außendurchmesser der Isolierbuchsen 2,5 mm und nicht, wie ursprünglich gedacht 2 mm, beträgt.

Das heißt, daß ich für meine künftigen 1,5 mm-Achsen 2 unterschiedliche Arten von Isolierbuchsen benötige.  Auch das noch!

Und nicht nur das!

Nach dem Entlacken mußte ich feststellen, daß der Nabenbund  der Radscheiben unterschiedlich breit ist. Das ist der Weinert-Philosophie bei einseitig isolierten Achsen zu verdanken.

Bei den Radscheiben mit 2,5 mm Achslochdurchmesser ist die Breite um 0,5 mm größer als bei den Radscheiben mit 2 mm Achslochdurchmesser.

Das heißt auf Deutsch, daß ich vor dem, bei meinem Modell notwendigen beidseitigen Einsatz von Isolierbuchsen den Bund um 0,5 mm abdrehen darf, um einen mittigen Sitz der Achsen in Fahrwerk, also einen gleichmäßigen Abstand der Radscheiben zum Rahmen der 99 5912 zu gewährleisten. 

25.4.17

 

Für den Umbau der Radscheiben muß ich mir noch eine Reihe von technologischen Lösungen einfallen lassen, von denen ich dann die beste Variante ins Modell umsetzen werde.

Den Einbau der Kuppelbolzen könnte man z.B. auf folgende Art und Weise bewerkstelligen:

Eine M 1,2 - Schraube wird mit einem 0,3 mm breiten Laubsägeblatt geschlitzt und auf eine Speiche aufgesetzt. Zum dauerhaften Halt wird die geschlitzte Schraube an Nabe und Speiche angelötet.

Einen Haken hat die Sache: Diese Art Kuppelbolzen ist elektrisch leitend und funktioniert deshalb nur, wenn ich die übrigen Steuerungsteile vom Fahrgestell und Zylinder isoliert bekomme.

Bei dieser Variante erfolgt der Einbau des Kuppelbolzens wie beim Original an der Stelle, wo auch eine Speiche sitzt. Damit wäre die genaue Nachbildung der Originalradscheibe gewährleistet.

Dazu gehört natürlich auf der gegenüberliegenden Seite der Radscheibe die Befestigung des Gegengewichts.

Diese Gegengewichte werde ich aus einem Stapel aufeinandergelöteter Messingbleche herstellen. Den genauen Verfahrensweg erläutere ich im späteren Verlauf der Baubeschreibung.

Im nebenstehenden Bild kann man auch die Anzahl der Speichen erkennen. Es sind 9 Speichen beim Original und 9 Speichen bei meinen Modellradscheiben. 

26.4.17

 

Wenns denn mal läuft...........

Heute habe ich mich an den Gegengewichten für die Radscheiben versucht. Dazu nahm ich 0,3 mm Messingblech, schnitt knapp 20 fast quadratische Stücke zurecht und lötete dann alles auf ein Stück Rundmaterial. Den ganzen Vorgang habe ich bildlich dokumentiert:

Nun muß ich für drei Laufachsen und die Treibachse die Gegengewichte herstellen. Bei den 3 Laufachsen sind die Gegengewichte alle gleich groß, nur bei der Treibachse sind sie größer und haben eine abweichende Form. (Siehe obiges Originalfoto)

Probleme bereitet mir nur die "Größe" der Gegengewichte. Das fertige in der obigen Bilderreihe ist 6,2 x 1,8 mm groß, muß aber noch schmaler werden. Aber es sind ja nur 8 Stück, das ist zu schaffen.

Mittlerweile sind 2 Stück fertig. Jetzt habe ich erstmal die Lupenbrille in die Ecke gefeuert. Pro Gegengewicht eine halbe Stunde Arbeitszeit. 

 

 

10.5.17

 

Weiter geht es mit der Bearbeitung der Radscheiben. Zunächst mußten die Radnaben auf eine einheitliche Breite gebracht werden und die unterschiedlichen Achsbohrungen ebenfalls. Dazu habe ich bei 5 Radscheiben die Achsbohrung mit Messing-Rundprofil zugelötet und auf 2mm aufgebohrt.

Nun konnte ich für die einheitlichen 2 mm-Achsbohrungen die erforderlichen Isolationsbuchsen herstellen. Die käuflich zu erwerbenden Iso-Buchsen haben alle eine Mindest-Wandstärke von 0,5 mm. Das ist für meine Räder zu viel. Ich habe sie auf 0,25 mm abgedreht:

 

11.5.17

Nachdem ich auch die Ausfräsungen in den Radsternen hinter mir hatte, waren die Radscheiben bauseitig fertig. Es fehlen nur noch die Bohrungen für die Kuppelbolzen. Aus den gefertigten Teilen habe ich für das letzte Foto auf dieser Seite mal schnell alles zusammengesteckt: