Der Schienenbus der GMWE - Seite 5

23.04.16

 

Heute war es nun endlich so weit.

Nach knapp einem Jahr des Konstruierens und Bauens steht ein neues Fahrzeug der GMWE zur Verfügung.

Der "Steckbrief" des Schienenbusses:

 

Schienenomnibus, hergestellt von den Linke-Hofmann-Busch-Werken AG in Werdau im Jahr 1928.

Erworben von der GMWE ein Jahr später für 40 000 Mark.

Das exakt maßstäbliche Modell wurde fast ausschließlich nach Fotos und wenigen Zeichnungen konstruiert.

Zur hochwertigen Technologie des selbst konstruierten Fahrgestells:

  • Fahrgestellrahmen aus massiven Messing mit integrierter Dreipunktlagerung zwischen Vorder- und Hinterachse,

  • eingebauter Faulhabermotor 10/16 mit Riemenantrieb auf die Schneckenwelle,

  • die Schneckenwelle besteht aus 1,5mm starkem Stahl, ist vier mal kugelgelagert und erhielt eine aufgelötete Riemenscheibe und zwei Antriebsschnecken,

  • die Antriebsschnecken arbeiten auf schräg verzahnte Schneckenräder.

  • auf den zwei Millimeter Laufachsen sitzen extra für das Modell hergestellte vier RP 25-Radscheiben, voll isoliert,

  • das Fahrgestell benötigt zur Stromversorgung des Motors, der Lampen und zum Gehäuse keine Kabel,

  • das Untersetzungsverhältnis beträgt 1:56, der Bus fährt umgerechnet seine Höchstgeschwindigkeit mit 35 Kmh.

Das Gehäuse wurde aus 0,3 mm Messingblech, einem selbst konstruierten Vollmessingrahmen und unter Zuhilfenahme von Ätzteilen von GI und weiteren Feingußteilen bzw. Profilen gebaut. Das Drahtgitter des Dachgepäckträgers besteht aus 0,05 mm „starkem“ Ätzblech. Die Rahmen des Dachgepäckträgers sind nach meinen Zeichnungen angefertigte Ätzteile. Die 4 frei stehenden Laternen sind selbst gefertigt. Die Leiter an der Rückwand ist ein abgewandelter Bausatz von „Modellbau J. Leisner (AW Lingen)“

Die Beschriftung hat mir in bewährter Qualität die FA. Hartmann angefertigt.

Gewicht des Fahrzeugs: 125 gr.

 

Konstruktions- und Bauzeit: April 2015 bis April 2016.

 

Soweit zu den Fakten.

Ich habe damit wieder ein Triebfahrzeug, das selbst auf Schmalspurbahnen recht exotisch ist und zur Vielfalt meines Fuhrparks beiträgt. Seine Fahrkultur ist für analoge Verhältnisse phantastisch.

Damit ist dieser Baubericht abgeschlossen.