WAGGONBAU

Wie es begann:

Die folgenden beiden Bilder sollen nicht etwa zur Abschreckung dienen. Sie dokumentieren meine ersten Versuche, aus vorhandenen Industriemodellen für H0m praxistaugliche  Personenwagen herzustellen. Das geschah in einer Zeit, wo man so etwas nicht käuflich erwerben konnte und auf mehr oder weniger geschickten Selbstbau angewiesen war. Vorlagen gab es dazu einige in der gerne gekauften Zeitschrift "Der Modelleisenbahner", den es in stark abgewandelter Form auch heute noch gibt.

Der linke vierachsige Waggon entstand aus einer H0-Donnerbüchse und der rechte aus einem Zeuke-Waggon, der für meine Zwecke um eine Fensterbreite gekürzt wurde. Sie und noch einige andere laufen gelegentlich noch heute auf meiner Anlage.

Und nun zur "Neuzeit"

Bau von 3 Personenwaggons der GMWE

Die von mir zum Nachbau ausgesuchten Personenwagen sind zu verschiedenen Zeitpunkten  von der GMWE angekauft worden und sind  bis zu ihrer Außerdienststellung auf dieser Schmalspurbahn im Betriebsdienst gewesen. Dabei handelt es sich um:

  • den Wagen 900-306 aus der Gattung C4, der etwa 1949 von der Schmalspurbahn Eisfeld-Unterneubrunn nach Gera-Pforten umgesetzt wurde. Es handelt sich um einen Drehgestellwaggon, der 40 Sitzplätze besaß aber keine Toilette und keinen Übergang von Wagen zu Wagen. Der Waggon war bis zur Betriebseinstellung im Jahr 1970 im Einsatz.
  • den umgebauten Salonwagen 901-251 mit einer auffälligen unsymetrischen Fensteraufteilung (Panoramafenster), der ursprünglich für "höhergestellte Fahrgäste" vorgesehen war. Nach dem Umbau verschwanden Plüschabteil und Dachaufbauten und der Waggon war noch bis 1969 im täglichen Einsatz. Nach einem Zwischenaufenthalt in einem Kindergarten wurde er vom Deutschen Eisenbahnverein e.V. erworben und in seinen Ursprungszustand versetzt. Jetzt steht er in Bruchhausen-Vilsen.
  • den kombinierten Personen- und Gepäckwagen  903-251, der über 3 Abteile verfügte: Dienstabteil, Ladefläche in der Mitte und ein Personenabteil mit 8 Sitzplätzen. Er war ebenfalls bis zur Betriebseinstellung im Einsatz.

Zu den Modellen:

Bei 2 Waggons handelt es sich um Bausätze des Kleinserienherstellers Gerhard Iwanczyk. Diese Bausätze wurden von mir weitgehend verändert. Das betrifft die Maßhaltigkeit der Wagenkästen, die Anzahl der Fenster, die Fahrgestelle, die Kupplungen und Zurüstteile. Der Salonwagen ist ein fast völliger Eigenbau und entspricht im Aufbau im Wesentlichen dem kombinierten Personen- und Gepäckwaggon.

So habe ich z.B. beim komb. P. u. Gep.-waggon noch ein weiteres Fenster einarbeiten müssen, weil das bei der Konstruktion der Ätzvorlage vergessen wurde.

Auch die Länge des Fahrgestells entsprach nicht den Orginalmaßen. Deshalb mußte ich wie beim Salonwagen das Fahrgestell völlig neu bauen.

Die folgenden Bilder schildern den Werdegang des KBD in der Bauphase.